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Shliff Anleitung: So strukturierst und validierst du deine Ideen

Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die Brainstorming-App: von der ersten Sprachaufnahme deiner Idee über das Strukturieren mit KI und das Schärfen in der Ideen-Karte bis zu konkreten Recherche-Aufgaben und dem Prüfen deiner Annahmen mit kleinen, messbaren Hürden. Eine Übersicht der Funktionen findest du auf der Shliff-Startseite.

1. Was ist Shliff — und für wen?

Shliff verwandelt eine vage Idee in eine verzweigte Ideen-Karte — damit du das Richtige baust, nicht das Erstbeste. Gebaut ist es für Solo-Gründer und alle, die Ideen unterwegs festhalten und prüfen wollen, bevor sie Zeit hineinstecken. Jede Karte ist ein Ideen-Baum: Du sprichst oder schreibst eine Idee, verzweigst sie und prüfst ihre riskanteste Annahme an einer messbaren Hürde. Im Folgenden werden die einzelnen Funktionen im Detail erklärt.

2. Alle Ideen: hier fängt jede Idee an

„Alle Ideen" ist dein Startpunkt. Hier liegen alle Ideen nebeneinander — jede als Vorschau ihrer Karte, mit einem Zähler für offene Hürden. Über „+ Neue Idee" legst du die nächste an: Du sprichst sie ins Mikrofon oder schreibst sie auf, und Shliff macht daraus eine eigene Ideen-Karte mit deiner Idee als Wurzelknoten. Von dort verzweigst du weiter.

Deine Ideen lassen sich in Ordnern organisieren; jede Karte kannst du nachträglich zwischen den Ordnerebenen verschieben.

Alle Ideen: jede Idee als Vorschau der Karte
Alle Ideen: jede Idee als Vorschau — mit Zähler für offene Hürden

3. Idee erfassen: Sprechen oder Schreiben

Der schnellste Weg: Tippe einmal auf das Mikrofon und beschreibe deine Idee in einem Satz per Sprachaufnahme — ein Tippen auf „Stopp" beendet die Aufnahme.

Die Spracherkennung läuft je nach Einstellung über die Spracherkennung des Betriebssystems oder über Whisper (offline auf dem Gerät; das Modell ist in der App enthalten).

Lieber tippen? Wähle „Schreiben" und gib deine Idee als Text ein.

Sprachaufnahme einer Idee in Shliff
Aufnahme läuft — sprich deine Idee ein

4. „Neue Unter-Idee": aus Rohtext wird ein Knoten

Nach der Aufnahme (oder dem Schreiben) landest du im Formular „Neue Unter-Idee": oben der Titel, darunter die Beschreibung mit deinem Rohtext. Tippe „Strukturieren" — die KI macht daraus einen knackigen Titel und eine klare Beschreibung. Mit „Speichern" wird der Knoten auf der Karte angelegt; von ihm aus verzweigst du weiter.

Unter der Beschreibung sitzt die Checkbox „Als Überschrift". Sie macht aus dem Knoten eine reine Gliederungs-Karte — nützlich, wenn ein Zweig zu breit wird: „Marketing", „Technik", „Kosten", und darunter die eigentlichen Ideen. Eine Überschrift verhält sich anders als ein Ideen-Knoten:

Die Checkbox lässt sich jederzeit wieder umlegen — über Bearbeiten → „Als Überschrift" wird aus der Gliederung wieder eine Idee und umgekehrt.

Das Formular „Neue Unter-Idee" mit Titel, Beschreibung und Überschrift-Schalter
„Neue Unter-Idee": Titel, Beschreibung — und die Checkbox „Als Überschrift"

5. Die Ideen-Karte: Knoten schärfen

Jede Idee lebt als Baum auf einer Ideen-Karte. Ein Knoten reagiert gestuft auf Tipps:

Keine zweite Stufe gibt es dort, wo nichts aufzuklappen ist: bei Überschriften, Knoten ohne Beschreibung, KI-Info-Knoten sowie bei verworfenen Knoten. Eine Synthese verhält sich wie jeder andere Knoten: Der erste Tipp zeigt ihren Titel und darunter, aus wie vielen Punkten sie besteht („25 Punkte anzeigen“), der zweite klappt die Liste auf. Dort wählt schon der zweite Tipp ab, und der Doppeltipp öffnet direkt das Bearbeiten.

Außerdem kannst du am ausgewählten Knoten die Chat-Funktion nutzen, um ihn weiter auszufragen. Über das knoteneigene Kontextmenü kannst du jeden Knoten umhängen oder komplett entfernen.

Ideen-Karte im Baum-Layout
Baum-Layout: der Ideen-Baum im Überblick
Ideen-Karte im Radial-Layout
Radial-Layout: dieselbe Karte, rund angeordnet

6. Einordnen: Wichtig · Vielleicht · Verworfen

Mit den Chips am Knoten ordnest du ein: wichtig, vielleicht oder verworfen. So behältst du auch in großen Bäumen den Überblick, welche Zweige zählen. Verworfene Knoten sind nicht weg: Du kannst sie später wieder reaktivieren. Beim Verwerfen entscheidest du, ob nur dieser Knoten oder der ganze Unterzweig verworfen wird („Nur diesen Knoten verwerfen" / „Samt Unterzweig verwerfen").

Einordnen-Chips an einem Knoten
Die Chips am Knoten: Wichtig · Vielleicht · Verworfen

7. Knoten abzweigen

Neue Knoten zweigst du direkt am ausgewählten Knoten ab — per „Schreiben" für Text oder per Mikrofon als Sprachnachricht. Die neue Unter-Idee hängt dann als Kind am gewählten Knoten. So entwickelst du einzelne Aspekte deiner Idee gezielt weiter, Zweig für Zweig.

8. Recherche: Aufgaben mit Quellen

Bevor irgendeine Annahme aufgestellt wird, schickt dich Shliff los: Zu jeder Hürde entstehen ein bis drei Recherche-Aufgaben. Jede sagt konkret, was du herausfinden sollst — und bringt Quellen mit, bei denen sich das Suchen lohnt.

Jede Quelle trägt ihren Suchbegriff sichtbar bei sich. Zwei Sorten, am Symbol zu unterscheiden:

Was du findest, trägst du unter „Dein Fund" ein — getippt, eingesprochen oder direkt aus der Zwischenablage eingefügt. Jeder Fund wird ein eigener Eintrag; mehrere je Aufgabe sind der Normalfall.

Erst aus diesen Funden leitet die KI die Annahme ab, die zu prüfen sich lohnt, und macht daraus ein messbares Experiment. Die Reihenfolge ist Absicht: Eine Annahme vor der Recherche wäre die Vermutung der KI — nicht deine, und durch nichts gedeckt.

Recherche-Aufgabe mit Quellen und Suchbegriffen
Recherche-Aufgabe: was zu finden ist — und wo

9. Hürden: Annahmen prüfen, statt sie zu glauben

Eine Hürde nimmt eine Annahme aus deiner Recherche und macht daraus ein Experiment mit zwei Zahlen: einem Zielwert — ab wann du weitermachst — und einer Frist, meist drei bis vierzehn Tage. Beides trägst du selbst ein; der Vorschlag der KI ist nur ein Vorschlag.

Danach gehst du los und misst. Im Hürdenplan (auf der Startseite) stehen alle laufenden Hürden auf einer Zeitachse: was bis wann fällig ist, was gerade läuft, was bestanden oder widerlegt ist. Einen Tag vor jeder Frist meldet sich die App und fragt nach der Zahl.

Am Stichtag wertet Shliff von selbst aus: Zielwert erreicht heißt bestanden, sonst widerlegt. Wer gar nichts gezählt hat, hat null gezählt — auch das ist ein Ergebnis. Danach musst du dich entscheiden, und genau dafür sind Hürden da:

Widerlegt bedeutet dabei nie „Idee unbrauchbar" — nur diese eine Annahme stimmt nicht. Deshalb steht der Weg weiter direkt im Ergebnis, statt in einer Sackgasse.

Vorhersage einer Hürde: Zielwert und Frist
Die Vorhersage: ab welcher Zahl du weitermachst — und bis wann
Hürdenplan mit laufenden, bestandenen und widerlegten Hürden
Der Hürdenplan: alle Fristen auf einer Zeitachse

Der echte Test: eine Landingpage. Irgendwann sind genug Annahmen geprüft und die Frage wird größer: Will das überhaupt jemand? Dafür gibt es am Wurzelknoten — deiner Idee ganz oben — den Menüpunkt „Echter Test: Landingpage". Statt einer weiteren Teil-Annahme prüfst du damit das Ganze an einer echten Seite: Du baust in wenigen Minuten eine Landingpage, schickst Besucher hin und zählst, wie viele auf den einen Knopf drücken.

Shliff führt dich in vier Schritten dorthin:

Danach ist der echte Test eine ganz normale Hürde: Er steht im Hürdenplan auf der Zeitachse, meldet sich vor der Frist, und am Stichtag wertet Shliff aus — Zielzahl erreicht heißt bestanden, sonst widerlegt. Auch die Folgeentscheidungen sind dieselben, nur Verwerfen fehlt: Die Wurzel deiner Idee lässt sich nicht wegwerfen. Pro Karte läuft ein echter Test; solange er läuft, heißt der Menüpunkt an der Wurzel „Echter Test: messen" und führt direkt zum Zählen. Brichst du zwischendurch ab, bleibt dein Stand als Entwurf erhalten.

Der Hürdenplan schlägt den echten Test von selbst vor, sobald du auf einer Karte zwei Hürden bestanden hast. Ein Zwang ist das nicht — starten kannst du ihn jederzeit. Weil Versprechen und Prompt daraus entstehen, muss die KI dafür verfügbar sein.

10. Synthese: Zweige zusammenführen

Gute Gedanken stecken oft in verschiedenen Zweigen. Halte einen Knoten gedrückt, um die Mehrfachauswahl zu starten, und tippe weitere Knoten an — so viele, wie zusammengehören. Die Auswahl-Leiste zeigt dabei mit, wie lang die Synthese wird („5 ausgewählt · ergibt 14 Punkte") — die Zahl hängt daran, wie tief die gewählten Knoten in ihren Zweigen sitzen, nicht nur daran, wie viele es sind. Mit „Zusammenführen" führst du die ausgewählten Knoten zu einem neuen Synthese-Knoten zusammen. Eine Synthese funktioniert nur zwischen verschiedenen Zweigen — und braucht mindestens zwei Quell-Zweige. Verworfene Quellknoten müssen vor einer Synthese reaktiviert werden.

Mehrfachauswahl zweier Knoten und Zusammenführen zur Synthese
Zwei Knoten aus verschiedenen Zweigen ausgewählt — „Zusammenführen" erzeugt die Synthese

11. Exportieren

Über das Kontextmenü einer Karte — erreichbar über die drei Punkte in der oberen rechten Ecke der Karte — kannst du die Karte als PDF exportieren oder als Bild teilen (PNG).

Export einer Idee als PDF über das Menü
Über das „…"-Menü: als PDF exportieren oder als Bild teilen (PNG)